Škoda Sieg nach Sekundenkrimi

Škoda gelang mit den beiden Fabia Piloten Matthias Kahle und Mark Wallenwein ein packendes Comeback in der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM). Matthias Kahle gewann die bei Schleswig ausgetragene Wikinger Rallye vor Sandro Wallenwein (Subaru). Nachwuchspilot Mark Wallenwein sorgte dazu für die Überraschung des DRM Auftakts. Der 22-Jährige gewann drei Wertungsprüfungen und fuhr mit dem Fabia S2000 auf Anhieb Spitzenzeiten.

Bis zur letzten Prüfung lagen nur wenige Sekunden zwischen dem sechsfachen Deutschen Meister Matthias Kahle, dem Youngster Mark Wallenwein und dessen Bruder Sandro. Doch in den beiden letzten von insgesamt 12 Wertungsprüfungen festigten sich die Positionen und Matthias Kahle gewann gemeinsam mit seinem Beifahrer Peter Göbel mit 6,3 Sekunden Vorsprung.

„Das war eine sehr anspruchsvolle Rallye“, schilderte der AvD-Pilot Matthias Kahle den Auftakt. „Die erste Prüfung am Freitag Abend war eine die schwierigsten, die ich je bestritten habe“. Seinem Teamkollegen, dem von der ADAC Stiftung Sport unterstützten Mark Wallenwein fehlten am Ende nur 13 Sekunden zum ersten Platz. „Wir sind mit dem dritten Platz zufrieden“, freute sich das Rallyetalent aus Stuttgart. „Schade, dass wir heute morgen mit dem Fehler den Gesamtsieg vergeben haben. Aber jetzt haben wir noch Zeit, uns zu steigern“.

Der Sportchef von Škoda Auto Deutschland, Nikolaus Reichert, freute sich über den gelungenen Saisonauftakt zum Comeback nach fünf Jahren Abstinenz in der DRM: „Ein Einstand nach Maß. Wir schließen da an, wo wir vor fünf Jahren aufgehört haben“, betonte Reichert. „Besonders positiv ist das Abschneiden des Talents Mark Wallenwein, das zeigt, dass wir auf die richtigen Fahrer setzen“.

Dreifachtriumph für Škoda bei der Argentinien Rallye

Es ist der größte Erfolg von Škoda mit dem Fabia Super 2000. Bei der Argentinien Rallye, dem dritten Lauf zur Intercontinental Rally Challenge (IRC), belegten die Piloten der tschechischen Traditionsmarke die ersten drei Plätze im Gesamtklassement. Werksfahrer Juho Hänninen gewann die Rallye vor Guy Wilks und Jan Kopecký. „Ich bin überglücklich“, jubelte Hänninen im Ziel. „Jetzt wird richtig gefeiert“.

Hänninen baut mit seinem ersten Saisonsieg die Führung in der IRC Fahrerwertung aus. Er führt jetzt mit fünf Zählern vor dem vom britischen Škoda Importeur unterstützten Guy Wilks und seinem Teamkollegen Jan Kopecký. Auch in der Herstellerwertung konnte Škoda seine Spitzenposition ausbauen.

Der 28-jährige Juho Hänninen beherrschte die weitgehend auf losem Untergrund ausgetragene Argentinien Rallye. Er erzielte insgesamt elf von 15 möglichen Bestzeiten und führte die Rallye ab der zweiten Wertungsprüfung an. Im Ziel hatte er 51 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Guy Wilks. „Mein Team hat perfekte Arbeit geleistet“, lobte der Brite. „Der Podiumsplatz für Škoda ist fantastisch“.

Der Asphaltspezialist Jan Kopecký fuhr zwei Bestzeiten heraus und war mit dem dritten Platz zufrieden. „Wir konnten nicht schneller fahren“, fasste der 29-Jährige zusammen. „Dank des Pechs von Kris Meeke konnten wir unsere Platzierung noch verbessern“. Der Titelverteidiger Meeke schied nach einem Aufhängungsschaden vor der letzten Prüfung aus und verlor so auch in der Punktewertung den Anschluss an das erfolgreiche Škoda Trio.